Donnerstag, 24. Februar 2011

Hände weg von Belo Monte!

Protestaktion: Andritz AG - Hände weg von Belo Monte!

Pax Christi Burgenland unterstützt diese von der Dreikönigsaktion organisierte Aktion.

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Der geplante Mega-Staudamm 'Belo Monte' am Xingu-Fluss in Brasilien bedroht die Lebensgrundlagen tausender Menschen. Am 14.2.2011 hat die österreichische Andritz AG angekündigt, sich am Bau des Staudammprojekts ‚Belo Monte’ zu beteiligen.

"Die (Andritz AG) tun sich leicht. Belo Monte ist weit, weit weg. Die denken vor allem an die Aufträge und mit denen kommt das Geld - aber ihre Kinder und Enkelkinder sind davon nicht betroffen. Für mich ist das anders. Ich kenne die Kinder, ich kenne die Eltern, ich kenne die Menschen. ... In Österreich kann man sagen: Hinter uns die Sintflut! Aber in Brasilien sind wir von dieser Sintflut betroffen! Wir erleben diese!"

Bischof Erwin Kräutler wurde 2010 für seinen Widerstand gegen ‚Belo Monte’ und seinen Einsatz für die indigenen Völker Brasiliens mit dem Alternativen Nobelpreis augezeichnet.

Schreiben Sie bitte eine Protest-Email an den Vorstandsvorsitzenden der Andritz AG!

Kathpress vom 21. Februar 2011
"Andritz"-Mitwirkung am Xingu-Damm: Katholische Aktion betroffen
Wiener KA-Präsident Schleicher: "Region droht ungeheurer und nicht mehr gut zu machender Schaden für ihre Menschen und ihre vielfältige Natur"

Dienstag, 8. Februar 2011

Memorandum Freiheit: Für einen notwendigen Aufbruch in der Kirche


Bereits 205 Theologinnen und Theologen, die an Universitäten in Deutschland, Schweiz und Österreich lehren, haben das Memorandum zur Krise in der Katholischen Kirche "Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch" unterzeichnet.

“Der begonnene kirchliche Dialogprozess kann zu Befreiung und Aufbruch führen, wenn alle Beteiligten bereit sind, die drängenden Fragen anzugehen. Es gilt, im freien und fairen Austausch von Argumenten nach Lösungen zu suchen, die die Kirche aus ihrer lähmenden Selbstbeschäftigung herausführen.”

Im Internet gibt es nun die Möglichkeit dieses Memorandum in einer Online-Petition zu unterstützen.
Dort findet man auch weitere Infos sowie den Text des Memorandums.

Bitte um Unterstützung dieser Petition und um Weiterleitung an Freunde und Bekannte - damit wir gemeinsam dem notwendigen Aufbruch in unserer Kirche ein wenig näher kommen und zu Einheit in Vielfalt beitragen!

Mittwoch, 2. Februar 2011

Volksbegehren "RAUS aus EURATOM"

Das Volksbegehren "RAUS aus EURATOM" hat das Ziel, eine Volksabstimmung über den Ausstieg Österreichs aus der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM zu erreichen. Wie bei der Volksabstimmung über das AKW Zwentendorf sollen die Österreicher_innen das Votum abgeben können, das für die Politik verbindlich ist. Zwar haben im Jahr 2008 bei einer Umfrage 78% für einen Ausstieg aus EURATOM gestimmt und 81% lehnten die Unterstützung der europäischen Atomindustrie mit österreichischen Steuergeldern ab. Jetzt kommt es darauf an, sich zu dieser Forderung zu bekennen und aktiv den Ausstieg aus EURATOM zu unterstützen!




Samstag, 29. Januar 2011

Bischof Kräutler besorgt wegen Staudamm-Projekt Belo Monte

vorarlberg.orf.at, 28.1.2011
Staudamm-Projekt: Bischof Kräutler in Sorge
Die brasilianische Umweltbehörde hat mit einer Teilgenehmigung für das Staudammprojekt Belo Monte den Baubeginn ermöglicht. Bischof Erwin Kräutler, ein Gegner des Projekts, sieht eine Chance, wenn sich die Staatsanwaltschaft einschaltet.

taz.de, 27.1.2011
Rodungen für Belo Monte können beginnen
Trotz der Proteste von Indigenen und Umweltschützern treibt Brasília den Bau des umstrittenen Staudamms am Xingu voran

Linzer Kirchenzeitung
Fahren am Xingú bald die Bagger auf?
Brasilien: Umweltbehörde erteilte „Teillizenz“ für Amazonas-Kraftwerk
Die brasilianische Umweltbehörde erteilte den Errichtern des Megakraftwerkes Belo Monte die Genehmigung, Rodungsarbeiten und erste Baumaßnahmen durchzuführen. Bischof Erwin Kräutler spricht von einem Rechtsbruch.

Freitag, 24. Dezember 2010

Weihnachten in Bethlehem an der Mauer


„Ein Licht strahlt in die Dunkelheit!“

Die Bewohner Bethlehems feiern Weihnachten 2010 an der Mauer
Gesegnete Weihnachten und ein gesundes Neues Jahr!

Bethlehem, Montag 20.12.2010:
Das Arab Educational Institute (www.aeicenter.org), stellte eine Krippenszene vor der Trennmauer und dem militärischen Wachturm in der Nähe von Rachels Grab im Norden Bethlehem, Palästina. Links der Hirte und ein Esel. Auf dem Wachturm steht geschrieben: "Einst wurde ein Lehrer der Menschenrechte wurde geboren!" Während der Feier, sang das in der Grotte stehende "Stille Nacht, heilige Nacht", während der Frauenchor des Arab Educational Institute Weihnachts- und Volkslieder aufführte.
An der Feier nahmen rund 150 Zivilisten teil, darunter der Bürgermeister von Bethlehem, die Delegierten des palästinensischen Ministeriums für Bildung in Ramallah und Bethlehem, Dutzende von palästinensischen Lehrern und Vertretern der Kirchen und Moscheen aus dem Gebiet Bethlehem und Ramallah. Es gab weiters eine Besuchergruppe von IKV Pax Christi (eine Friedensbewegung aus den Niederlanden), Menschenrechtsaktivisten und Beobachtern des Ökumenischen Begleitprogramms für Frieden in Palästina und Israel (EAPPI).
Gebete für den Frieden wurden gesprochen, die auf Grund eines Aufrufs Weihnachtwünsche und Gebete nach Bethlehem zu schicken gekommen waren - eine Initiative von Pax Christi, dem Palästina / Israel-Forum des Ökumenischen Rates der Kirchen, Church and Peace, dem Internationalen Versöhnungsbund, dem Vorsitzenden der Konferenz der Europäischen Justitia et Pax Kommissionen
Die Gestaltung der Szene durch das Arab Educational Institute, war der Beginn von Veranstaltungen am dem Tag der Menschenrechte (Jesus als Menschenrechtsaktivist), dem Tag der Lehrer (Jesus als Lehrer) und Weihnachten alle gemeinsam gefeiert mit Reden von Würdenträgern, Lesungen aus der Bibel und Koran, und muslimischer und christlicher Poesie.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Alternativer Nobelpreis für Bischof Kräutler

vorarlberg.orf.at, 6.12.2010
Der seit Jahrzehnten in Brasilien tätige Bischof Kräutler ist einer der vier diesjährigen Preisträger des Alternativen Nobelpreises 2010 ("Right Livelihood Award"). Kräutler, der in der brasilianischen Diözese Xingu wirkt, wurde für seinen lebenslangen Einsatz für die Rechte der indigenen Völker und für sein Engagement für den Schutz des Amazonasurwaldes geehrt.

In seiner Rede anlässlich der Überreichung im Schwedischen Reichstag in Stockholm zog der 71-jährige Preisträger ein Resümee über seinen mittlerweile 45 Jahre dauernden Kampf gegen die ökologische und soziale Zerstörung des Amazonas-Gebietes.

Kräutler schilderte die Bedrohung des Amazonas durch verschiedene Energie- und Industrieprojekte dabei in dramatischen Worten: Die Bewohner seiner Diözese, insbesondere die indigene Bevölkerung, "wissen sehr genau, dass sie nicht überleben werden, wenn Amazonien weiterhin verachtet und vernichtet wird. Und sie wissen, dass dem Planeten Erde durch diese Zerstörung unumkehrbare Folgen entstehen werden. Dies wird die wahre Apokalypse sein."

Pax Christi Burgenland gratuliert Bischof Kräutler herzlich zu dieser Anerkennung seines Wirkens und hofft, dass endlich auch die Armen und die Indigenen die Umsetzung der Menschenrechte zu spüren bekommen.

Wortlaut der Rede von Bischof Kräutler auf KathPress.at
"Wir dürfen unsere Augen vor diesen Verbrechen nicht verschließen"

religion.orf.at, 6.12.2010
Bischof Kräutler wird heute mit alternativem Nobelpreis ausgezeichnet

"Amazonas-Bischof" Kräutler: "Mein Preis ehrt Opfer und Mitstreiter"

"Ich akzeptiere den 'Right Livelihood Award' im Namen all jener, die heute mit mir kämpfen - für die indigenen Völker, für Amazonien und für Menschenrechte", sagte der Bischof am Montag bei einer Pressekonferenz anlässlich der am Abend im schwedischen Parlament stattfindenden Preisverleihung in Stockholm. "Ich akzeptiere ihn auch im Namen der Dutzenden von Menschen, die ihr Leben gegeben haben, deren Blut vergossen wurde und die brutal ermordet wurden, weil sie sich der systematisierten Zerstörung von Amazonien widersetzten."

Samstag, 30. Oktober 2010

P. Raphael Schindler wird Administrator in Sucumbios

P. Rafael Ramón Ibarguren Schindler, EP, wurde am 26. Juni 1952 in Buenos Aires (Argentinien) geboren; er wurde am 8. Dezember 2004 in Avezzano (Italien) zum Diakon und am 15. Juni 2005 in der Karmel-Basilika in Sao Paulo (Brasilien) zum Priester geweiht. Er gehört der klerikalen Gesellschaft des Apostolischen Lebens Virgo Flos Carmeli an.

Er studierte Philosophie und Theologie in Sao Paulo (Brasilien); er erwarb ein kanonisches Lizentiat in Moraltheologie mit Schwerpunkt auf der Soziallehre der Kirche und ein Lizentiat in Theologie an der Päpstlichen Bolivarischen Universität von Medellín.
Während seines priesterlichen Dienstes hat Pater Rafael Ramón Ibarguren Schindler die folgenden pastoralen Ämter ausgeübt:
Seit 2005: Präsident der Zentralamerikanischen Bruderschaft der Herolde des Evangeliums mit Sitz in San José, Costa Rica.
2001-2007: Lokaler Verantwortlicher für die Herolde des Evangeliums und pastoraler Koordinator der Erzdiözese Managua, Nicaragua. Kaplan an der Schule Pureza de María in Managua. Mitglied des Beirats des Frauenkrankenhauses Bertha Calderón in Managua; Animation von Exerzitien und Vorträgen für junge Menschen in Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua und Costa Rica;
2002-2008: Regelmäßige Mitarbeit auf der Meinungsseite der Zeitung La Prensa, Nicaragua.
2007-2009: Geistlicher Assistent der Vereinigung Salvadme Reina de Fatima (Spanien).
Seit 2009: Konsiliar des Weltbundes der Eucharistischen Werke der Kirche - Vereinigung der Gläubigen päpstlichen Rechts und Pfarrverwalter der Pfarrei Archicollar Camarenilla in Toledo, Spanien.
Seit 2010: Kaplan und geistlicher Assistent am Colegio Heraldos del Evangelio Internacional in Asunción, Paraguay.
Seit 30. Oktober 2010: Apostolischer Administrator des Vikariats von San Miguel de Sucumbíos.

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